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Naturreligionen und Mythologien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 17. Oktober 2007 um 12:26 Uhr

Naturreligion ist die Bezeichnung, um die Religionen schrifloser Völker zu beschreiben. Der Begriff „Naturreligion“ könnte noch dahin missverstanden werden, dass es sich um natürliche, d. h. nicht geoffenbarte Religionen handelt. Gemeint ist damit letztendlich die Religion der Naturvölker.

Die Naturreligionen unterscheiden sich im Wesen der Religion nicht von den Schrift- oder Weltreligionen. Der Anhänger einer Naturreligion glaubt sich von höheren, übermenschlichen Mächten abhängig und ordnet sich ihnen ebenso unter wie der Gläubige einer Hochreligion.

Es gibt jedoch Unterschiede, die den Begriff rechtfertigen: Einer Natur- oder Stammesreligion fehlt meist eine Heilige Schrift, Überlieferungen finden mündlich statt. Im Allgemeinen sind Naturreligionen mit den (einfachen)Sozialstrukturen gekoppelt. Das höchste Wesen ist häufig stammesbezogen. Oftmals üben die Klan-Ältesten auch Priesterfunktionen aus. Die Geister sind verabsolutierte Urahnen, oder Natur-Prinzipien und -Phänomene, z. B. Gestirne. Die Gottheiten werden in stärkerem Maße von der Wirtschaftsform geprägt (Jäger -Herr der Tiere; Ackerbauern - weibliche Erdgottheiten; Hirten- Himmelsgott).

Was unterscheidet „Naturreligionen“ von Schrift/ Weltreligionen:

  • keine Heilige Schrift
  • kein universaler Anspruch (da auf die eigene Gemeinschaft bezogen)
  • oft keine religiösen Institutionen (wie Berufs-Priester, Kloster etc.)
  • oftmals Koppelung der Gottheiten an die Sozialstrukturen (Stamm, Klan, etc.)
  • andere Arten von theologischer Reflexion
  • Ahnenverehrung bzw. Ahnenkult
  • oft Tabu statt Sünde

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreligion

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. Februar 2010 um 16:30 Uhr