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Sigillenmagie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 12. Oktober 2007 um 10:01 Uhr

Die Sigillenmagie ist eine Form der Magie, in der graphische Symbole verwandt werden, die überwiegend aus ligierten (verbundenen Buchstaben zu einer Einheit) bestehen. Das Wort Sigille stammt von dem lateinischen Wort „Sigillum“, das Bildchen oder Siegel bedeutet. Siegelähnliche Symobole gab es bereits in der Antike, zum Beispiel auf Amulatten oder Talismanen, die den Göttern oder Göttinnen geweiht waren. In der Geschichte der Magie gab es schon immer Siegel, mit denen man Geistwesen, Engel, Götter oder Dämonen anrief. Ein Beispiel dafür wäre das salomonische Siegel.

Sigillen wurden in der frühen Neuzeit aus magischen Quadraten entwickelt. Etwa von Agrippa von Nettesheim oder Athanasius Kircher.

Die moderne Sigillenmagie unterscheidet sich jedoch erheblich von den altertümlichen Formen, da die Praktizierenden keine tradierten Formen verwenden, sondern die Sigille selbst herstellen und gestalten. Das Wort Sigillenmagie wird in der modernen Magie ausschließlich für die Arbeit mit selbsterzeugten Zeichen gebraucht. Die tradierten Siegel von Planeten, Geistern, Engeln u. a. werden als Teil der Ritualmagie verstanden.

Die Sigillenmagie wird von deren Anhängern heute wie folgt praktiziert:

Zuerst wird ein magisches Ziel oder Wunsch formuliert. Eine Negation sollte dabei vermieden werden, da negative Auswirkungen befürchtet werden, wenn das Unterbewusstsein solche Formulierungen nicht versteht. Die Affirmation (eine positive, möglichst selbstverstärkende Aussage) wird dabei schriftlich fixiert und gegebenenfalls doppelt vorkommende Buchstaben gestrichen. Mit den übrig gebliebenen Buchstaben wird ein graphisches Symbol gestaltet. Zusätzlich kann aus dem übriggebliebenen Wortgerüst, das durch die Streichung entstanden ist, ein Mantra geschaffen werden.

Der Zweck der Sigillenmagie ist es – vergleichbar mit den modernen Affirmationstechniken, ein Wunsch bzw. ein Ziel im Unterbewusstsein zu verankern, um somit das Gewünschte zu erreichen.

Der Wunsch wird in symbolischer Form als Sigill gestaltet. Das Aufladungsritual soll die Verankerung in das Unterbewusstsein befördern, so dass der Wunsch von dort aus in Zukunft wirken kann.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. Oktober 2008 um 18:44 Uhr